Hiroshima und Nagasaki mahnen!

  • Für die Abschaffung aller Atomwaffen!

  • Gegen die laufenden Atomwaffenpläne der USA und der EU!

  • Gegen eine Beteiligung Österreichs an der EU-Armee!

Vor 57 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki die ersten beiden Atombomben eingesetzt. 300.000 Menschen starben unmittelbar danach, bis heute leiden ebenso viele an den Spätfolgen. Die Lehre von Hiroshima und Nagasaki hat heute leider eine traurige Aktualität: Es wird wieder für den nächsten Atomkrieg gerüstet:

Das Pentagon entwickelt Pläne für den Einsatz von taktischen Atomwaffen gegen sog. „Schurkenstaaten“. Mit dem Aufbau eines Raketenschutzschirmes soll der Atomkrieg führbar werden. In der EU hat sich rund um EADS eine gewaltige Kriegswaffenmaschinerie in Gang gesetzt, die in den nächsten Jahren eine neue Generation von strategischen und taktischen Atomraketen produziert. Die Zentralisierung der Militärpolitik, der Griff nach der „europäischen Atombombe“ und die Kriegsfähigmachung der EU nach dem Vorbild der USA stehen ganz oben auf der EU-Agenda.

Die Friedenswerkstatt Linz erneuert anlässlich der Gedenktage an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 ihre Forderung nach der Abschaffung aller Atomwaffen. Dazu gibt es keine vernünftige Alternative. Die laufenden Atomwaffenpläne der USA und der EU müssen gestoppt werden! Mit einer Initiative an die Arbeiterkammer Oberösterreich will die Friedenswerkstatt Linz einen Beitrag zur Verhinderung der Beteiligung Österreichs an der für 2003 geplanten EU-Armee leisten. Die Mitwirkung Österreichs an der EU-Armee würde auch eine Mitwirkung an den Atomwaffenplänen der EU bedeuten.

Presseaussendung der Friedenswerkstatt Linz vom 8. August 2002