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Rede von Mihai Csabai (Schulsprecher der HAK Auhof) |
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Finger weg vom Irak! Einmal angenommen, den FührerInnen der USA ginge es - wie sie ja so oft
behaupten - tatsächlich um Massenvernichtungswaffen, wenn sie dem Irak mit
Krieg drohen: Wen müssten sie dann zuerst angreifen? Die Vereinigten Staaten
von Amerika. Von denen hat Saddam Hussein schließlich die biologischen und Natürlich geht es auch um Erdöl; davon gibt es in der Region sehr viel, denn die fünf größten Ölvorkommen der Welt liegen in:
Die Ölvorkommen dieser fünf Staaten stellen
3/4 der weltweit zehn größten Erdölvorkommen. Für die amerikanische Wirtschaft geht es also um sehr viel,
und sie will anscheinend alles tun, um auch in Zukunft möglichst viele US-amerikanische Truppen in dieser Region stationiert zu haben. Und dabei
geht es nicht nur um das "schwarze Gold" alleine. Es soll nun endlich und
unmissverständlich das zementiert werden, was George Bush sen. nach dem
Zusammenbruch der UdSSR ausrief: die "new world order". Nach dem Feldzug
gegen Afghanistan soll mit dem Irak ein weiteres Beispiel dafür gesetzt
werden, dass die USA und ihre Mitstreiter ihre Interessen mit allen Mitteln
vertreten, egal wie viele dabei draufgehen! Diesmal will der US-Imperialismus Saddam Hussein endgültig demontieren, um dafür irgendwelche Marionetten einzusetzen. Das bedeutet aber auch, dass nach den Bombardements, die zweifelsohne kommen werden, Bodentruppen in Bagdad einmarschieren müssen, was wohl ein Gemetzel auf beiden Seiten bedeuten wird. Und dann? In Afghanistan hat sich bereits gezeigt, was passieren kann, wenn man die Hauptstadt besetzt: Kabul gehört jetzt zwar einer Marionette in Amerikas Gnaden, der Rest des Landes aber irgendwelchen Stammesfürsten, die ständig irgendwelche Kleinkriege untereinander anzetteln. Ähnliches ist auch im Irak denkbar; wahrscheinlich werden dann nach dem Fall Bagdads irakische Offiziere mit ihren Soldaten im Land herumziehen und alles terrorisieren was größer als ein Sandkorn ist. Und dann sind da ja noch die IrakerInnen selber, die bestimmt nicht so schnell vergessen werden, wer sie bombardiert und beschossen hat und wer sie mittels einer Embargopolitik ausgehungert hat. Was tun? Auch wenn die Lage in und um den Irak fürchterlich ist, und der Krieg auch nicht mehr zu verhindern ist, so dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie Blut für Öl gehandelt wird! Es ist an der Zeit, für den Frieden auf die Straße zu gehen! Am "Tag X", dem Tag, an dem der Angriff auf den Irak beginnt, gehen wir auf die Straße:
Rede von Mihai Csabai (Schulsprecher der HAK Auhof), 31.1.2003 |
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