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KURZ NOTIERT A/2003 (Statements
gegen den Krieg) |
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Brigitte Ruprecht (ÖGB OÖ): „Der ÖGB ist davon überzeugt, dass ein Krieg gegen den Irak eine Katastrophe für die Menschen dieses Landes bedeuten würde, die bereits unter dem Regime Saddam Husseins und dem dadurch erfolgten UN-Embargo zu leiden haben. Darüber hinaus würde er auch die Nachbarländer in schwere Mitleidenschaft ziehen, eine gerechte Friedenslösung für Palästina/Israel in weite Ferne rücken und vorhandene Ansätze für nachhaltige Entwicklung und politische Stabilität im Nahen Osten zunichte machen ... Wir rufen die staatlichen Repräsentanten unseres neutralen Landes auf, Österreich von jeder Beteiligung an der Kriegspolitik fern zu halten und militärische Überflüge sowie eine Durchfuhr von Kriegsmaterial bzw. Armeepersonal über und durch Österreich nicht zu genehmigen.“ Salman Nassr: „Der 11. September war ein willkommener Anlass für Bush und seine Clique, der Erdöl- und Waffenindustrie, um alte hegemonistische Pläne zu verwirklichen ... Den Menschen in der arabischen Welt ist es klar, dass diese Politik der USA und deren Verbündeter darauf abzielt, das Recht der Araber auf Selbstbestimmung noch mehr einzuschränken und die Bodenschätze der Region zu rauben. Darum steigern sie ihre Proteste und ihren Widerstand gegen die imperialistische Aggression ... Der Krieg, die Bombardierungen und die Sanktionen sind ein Verbrechen am irakischen Volk. Die Sanktionen müssen bedingungslos aufgehoben und die Bombardierungen gestoppt werden. Ein neuer Krieg muss verhindert werden!“ Boris Lechthaler (Friedenswerkstatt Linz): „Österreichs Eliten verhalten sich als imperialistische Trittbrettfahrer. Überall dort, wo die US-Militärmaschinerie alles kurz und klein geschlagen hat, werden unter der Führung Berlins österreichische Soldaten stationiert. In der Zwischenzeit genügt ein kurzer Anruf aus Berlin, um österreichisches Kriegsgerät und österreische SoldatInnen anzufordern. Dies war bis vor kurzem in Afghanistan so, das ist bei SFOR, KFOR in Jugoslawien so und wird, wenn wir es nicht verhindern, in Mazedonien so sein. Und wenn wir nicht aufpassen, wenn wir angesichts der US-Militärmaschinerie den hausgemachten Militarismus aus dem Auge verlieren, dann werden wir die gleiche Mechanik in der Nahostregion befördern.“ Rosmarie Kaltenbrunner (Vorsitzende von Pax Christi OÖ): „Dieses Volk soll nicht draufzahlen, weil ihr Machthaber ein Diktator ist unter dem sie selber leiden. Wir haben Angst vor den Giftwaffen Saddam Husseins. Das größte Gift auf unserer Welt ist aber der Hunger. Er ist der Keim von Gewalt und Terrorismus. Solange wir nicht erfolgreich an der Vernichtung dieses Giftes arbeiten - gibt es keinen Frieden ... Religionswissenschafter machen sich schon lange Gedanken, was und wieviel alle Religionen gemeinsam haben. Dabei sind sie auf etwas gestoßen, was man die ´goldene Regel´ nennt. D. h. z. B. im Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus stehen als höchste Werte die Gerechtigkeit, der Friede und die Nächstenliebe. Und ich glaube, dass dieser Krieg nicht im Sinne Gottes wäre, sondern er sich ziemlich missverstanden und ausgenutzt fühlen würde.“ |