guernica 4/2006: EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nach den Nationalratswahlen droht ein Neuanlauf für die Fusionierung von OMV und Verbund, durch die die öffentliche Mehrheit im Bereich der Energie-Wirtschaft und damit das zweite Verstaatlichtengesetz gekippt werden soll. Weiters drängt die EU-Kommission im Interesse der großen EU-Wasserkonzerne auf eine Privatisierung der Wasserversorgung und -entsorgung, obwohl internationale Erfahrungen zeigen, welch katastrophale Auswirkungen dies haben würde. Um das zu verhindern, hat die Werkstatt Frieden & Solidarität die Petition „Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!“ gestartet. Wir fordern alle dazu auf, diese Petition zu unterschreiben - sie soll dem neu gebildeten Nationalrat noch dieses Jahr übergeben werden (Seite 11). Zur Bewerbung haben wir auch eine 8seitige Kampagnenzeitung herausgegeben - ein Exemplar liegt dieser Ausgabe der guernica bei. Wer mithelfen will, die Kampagnenzeitung unter die Menschen zu bringen, kann Exemplare im Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität bestellen (bis 300 Stk. EUR 0,10/Stk.; ab 300 Stk. EUR 0,05/Stk.). Ende September findet die Veranstaltungsreihe „Unser aller Wasser?“ statt (Seite 8).

Diesmal braucht der Werkstatt-Aktivist Gerald Oberansmayr unsere Solidarität. Er ist wegen eines Artikels über die Rohstoffausbeutung im Kongo mit einer Klage des Kärntner Großkonzerns Treibacher Industrie AG konfrontiert. Wir rufen dazu auf, ihn zu unterstützen, denn kritischer Journalismus darf nicht mundtot gemacht werden. Wir fordern einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur allfälligen Involvierung österreichischer Unternehmen bei der Rohstoffausbeutung im Kongo (Seite 3).

Abschließend ein dringender Spenden-Aufruf: Wer unsere friedens- und sozialpolitische Arbeit als wichtig erachtet, möge sie auch durch einen finanziellen Beitrag mit beiliegendem Zahlschein unterstützen oder direkt auf unser Konto:

Konto 6274146, BLZ 34777, Raiffeisenbank Perg

Und wie immer gilt: guernica abonnieren, für den Frieden engagieren!

Günter Reder
Werkstatt Frieden & Solidarität

aus: guernica 4/2006