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Explosion der französischen Rüstungsexporte an Terrorfinanziers Drucken E-Mail
ImageDie Rüstungsaufträge für französische Konzerne haben sich seit 2013 mehr als verdoppelt.. Einer der Hauptgründe: Saudi-Arabien und andere Golfdespotien honorieren, dass Frankreich 2013 am entschiedensten für einen Militärschlag AUF SEITEN von IS, Al Nusra & Co gegen die syrische Regierung eingetreten ist.


Angesichts des mörderischen Anschlags in Paris verdient ein Artikel in der französischen Zeitung „Liberation“ vom 14.6.2015 (1) nachträglich besondere Aufmerksamkeit: Aus diesem geht hervor, dass die Rüstungsexportaufträge französischer Waffenschmieden 2015 gegenüber 2013 voraussichtlich um 117% auf 15 Milliarden Euro explodieren werden. (sh. Grafik).

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Der Großteil dieser Waffengeschäfte wurden mit den despotischen Regimen am Golf, vor allem mit Saudia-Arabien und den Vereinigte Arabische Emirate, abgeschlossen, also jenen Staaten, die den jihadistischen Terror des „Islamischen Staat“ (IS), Al Nusra & Co in Syrien nach Kräften gefördert haben - und damit eine maßgebliche Verantwortung für das jahrelange Blutvergießen in diesem Land tragen.

Dass die Golfdespotien seit 2014 so gerne französische Waffen kaufen, hat  - laut Analyse eines Experten in der „Liberation“– nicht zuletzt handfeste politische Gründe: Frankreich setzte sich 2013 am fanatischsten für einen westlichen Militärschlag AUF SEITEN von IS, Al Nusra & Co gegen die Regierung in Damaskus ein – auch zu einem Zeitpunkt noch, als selbst die US-amerikanische Regierung bereits zurückruderte, da immer offensichtlicher wurde, dass die damaligen Giftgasangriffe nicht das Werk der Regierung Assad, sondern türkischer Geheimdienstkreise waren. Seit damals sind die Terrorfinanziers am Golf etwas verschnupft auf Washington und präferieren Waffen „made in France“.

Die Vorstände der großen französischen Rüstungsunternehmen loben daher „die Entschlossenheit der französischen Regierung und die gute Zusammenarbeit mit dem französischen Verteidigungsministerium“ (1) als eine der Grundlagen für den Waffenexportboom. Und den will der französische Präsident Hollande jetzt mit einer Eskalation des Krieges weiter ankurbeln. Dass Paris mit der Ausrufung des EU-Bündnisfalls das Blutbad von 11-13 dafür instrumentalisieren will, um in die Fußstapfen von 9-11 zu treten, zeigt uns zweierlei:

- Westliche Kriegspolitik und jihadistischer Terror sind zwei Seiten einer Medaille, die sich gegenseitig hochschaukeln. Die EU-Großmächte und Rüstungskonzerne wollen nun vom Kampf gegen die Kreaturen profitieren, die sie selbst hochgezüchtet haben. Der Bock geriert sich als Gärtner. Diesen Kreislauf der Gewalt müssen wir durchbrechen!

- Die EU ist – wie die NATO – ein Militärpakt, der den Großmächten dazu dient, alle EU-Staaten zur Unterstützung ihrer Kriegspolitik zu zwingen. Neutralität und aktive Friedenspolitik sind mit der Mitgliedschaft in dieser EUropäischen Kriegsunion völlig unvereinbar, die ein Land nach dem anderen ins blutige Chaos stürzt. Die Forderungen, die die Plattform „60 Jahre Neutralität“ anlässlich des 60. Jahrestages der immerwährenden Neutralität bei einer Straßenaktion am 26.10.2015 erhoben hat, sind aktueller denn je!

Gerald Oberansmayr
(17.11.2015)

Quelle:
(1) Pierre Alonso, Ventes d’armes : le grand boom des exportations françaises (Waffenhandel: Der große Boom bei französischen Exporten), in: Liberation,
14.6.2015  

 
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