| Höchste Eisenbahn - Für eine Verkehrswende! Teil 1 |
|
Termingerecht zum geplanten Inkrafttreten der EU-Liberalisierungsrichtlinie wird derzeit ein Kahlschlagprogramm sondergleichen diskutiert: Laut Medien will der ÖBB-Vorstand 56 Nebenbahnen sowie zahlreiche Regionalstrecken stilllegen. Insgesamt könnten 1.600 km Schienennetz vor dem Ende stehen – das sind fast ein Drittel des bestehenden Netzes. De facto wäre das der Rück-zug der Bahn aus der Fläche. Auch weitere Preiserhöhungen werden bereits diskutiert. Auch die Beschäftigten zählen zu den Verlierern von Liberalisierung und Privatisierung. Private Billigkonkurrenz drückt Löhne und Sozialleistungen. In der BRD will die Deutsche Bahn auf regionalen Strecken, die jetzt zum Wettbewerb ausgeschrieben werden, Lohnsenkungen von 25% durchsetzen. Zusätzlich unterstützt wird dieser Druck auf die Löhne durch jüngere Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs. Diese erklären es für zulässig, dass Firmen, die ihren Sitz in einem EU-Billiglohnland haben, Löhne unter dem jeweils national geltenden Kollektivvertrag zahlen. Und nicht zuletzt kommen Gesundheit und Umwelt unter die Räder des Liberalisierungs- und Privatisierungswahns, denn je mehr sich die Bahn aus der Fläche zurück-zieht, umso mehr Menschen sind auf das Auto angewiesen. Das zeigt ein Blick in die USA, wo der Eisenbahnverkehr bereits seit langem privatisiert ist. Dort spielt die Eisenbahn im Personenverkehr mit einem Anteil von 0,4% am gesamten Verkehrsaufkommen faktisch keine Rolle mehr. In Österreich sind es derzeit immerhin noch rd. 8%. Wo der öffentliche Verkehr verkümmert, nimmt der Automobilverkehr rasch zu - und mit ihm die Gefahren für Umwelt und Gesundheit. Die Werkstatt Frieden & Solidarität startet daher eine Petition an den Nationalrat: Höchste Eisenbahn - Für eine Verkehrswende! Die Zukunft des Öffentlichen Verkehrs steht auf dem Spiel. Wird die EU-Liberalisierungspolitik umgesetzt, drohen weitreichende Streckenstilllegungen, Personalabbau und Privatisierung - mit all den negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Wir fordern daher eine ökologische, soziale und demokratische Verkehrswende: - Sofortiger Stopp der Bahnliberalisierung und der Pläne zur Streckenstilllegung! - Ausweitung des öffentlichen Verkehrsnetzes und Taktfahrplan nach dem Muster der Schweiz! - Umstellung der Finanzierung von teuren Fahrpreisen auf einen solidarischen Mobilitätsbeitrag für alle, der sich an der Wertschöpfung bemisst! - Volksabstimmung über einen zukunftsfähigen Öffentlichen Verkehr statt Bahnliberalisierung! Diese Forderungen an den Nationalrat können auch ONLINE unterstützt werden auf http://www.werkstatt.or.at/Forum/PetitionEisenbahn.php Wir haben außerdem die Infozeitung "Höchste Eisenbahn - Für eine Verkehrswende!" (8 Seiten) mit Hintergrundinformationen, Fakten, Argumenten und einer Petitionsliste erstellt. Helfen Sie mit, diese Infozeitung weiterzuverbreiten und Unterschriften zu sammeln! Bestellungen auch in größerer Stückzahl (auf Spendenbasis) möglich:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
|